Seitenlayout

Benutzer*innen Orientierung bieten

Was die Informationsarchitektur für die Fachanwendung im Ganzen ist, ist das Seitenlayout für die einzelnen Ansichten der Fachanwendung. In der Literatur wird aufgrund dieser Parallelen manchmal auch von der Makroebene und Mikroebene der Informationsarchitektur gesprochen. Unabhängig von den verwendeten Begrifflichkeiten findet Navigation zu Zielen im Realen wie auch im Digitalen stets auf zwei Ebenen statt: Zunächst grob und dann fein.

Gelingt es der Informationsarchitektur, die Benutzer*innen zu der für Sie relevanten Ansicht der Fachanwendung zu führen, entscheidet das Layout dieser Ansicht über das effektive und effiziente Finden der Information. Ein gebrauchstaugliches Seitenlayout erleichtert mithilfe von Strukturierung die Orientierung der Benutzer*innen; schlechte Struktur und Orientierung führen entsprechend zu schlechter Usability. Ein gutes Seitenlayout führt die Benutzer*innen durch die Ansicht, knüpft also nahtlos an den auf der Makroebene begonnenen Navigationsprozess an.

Ein erfolgreiches Seitenlayout basiert dabei auf der erfolgreichen Umsetzung der Gestaltgesetze. Gemäß dem Prinzip Form follows function dient diese Gestaltung dabei nicht als Selbstzweck, sondern zur Unterstützung der Funktionalität. In Behörden auf kommunaler Ebene, Landesebene und Bundesebene wird der Begriff des Designs oder der Gestaltung teilweise missverstanden oder unterschätzt. Es geht beim Seitenlayout nicht nur um eine ansprechende, visuelle Aufbereitung der Informationen, gute Gestaltung lässt sich vor allem auch effektiv, effizient und zufriedenstellend benutzen; gute Gestaltung macht Fachanwendungen gebrauchstauglich.

Schematische Darstellung des Seitenlayouts

Dialogues should not contain information which is irrelevant or rarely needed. Every extra unit of information in a dialogue competes with the relevant units of information and diminishes their relative visibility.

Jakob Nielsen, 10 Usability Heuristics, 1994

Seitenlayout

So gelingt die Praxis

Zwei Mitarbeiterinnen im Gespräch

Zwei Personen diskutieren am Whiteboad

UUX Expert*innen leisten in Behörden auf Bundesebene, Landesebene und kommunaler Ebene im Moment noch Überzeugungsarbeit für eine stärkere Fokussierung des Themas User Experience Design. Personalrät*innen und Schwerbehindertenvertreter*innen haben dabei häufig schon eine umfassendere Expertise in Bezug auf die Zusammenhänge zwischen Gestaltung und Gebrauchstauglichkeit. Denn aus Perspektive der Benutzer*innen hat das Thema der Gestaltung der Fachanwendung hohe Relevanz für den Arbeitsalltag; unpassende Gestaltung richtet den Fokus auf die falschen Aspekte und macht Fachanwendungen damit nicht effektiv, effizient und zufriedenstellend bedienbar.

Die engen Abhängigkeiten zwischen dem Themenkomplex Usability, Gebrauchstauglichkeit, Barrierefreiheit und Softwareergonomie auf der einen Seite und dem Thema User Experience auf der anderen Seite lässt sich für eine konkrete Fachanwendung im Rahmen eines UUX Gutachtens im Detail herausarbeiten. Aufgrund dieser Wechselwirkungen sollten einzelne Themen, wie beispielsweise Barrierefreiheit, dabei idealerweise nicht isoliert im Rahmen dieser UUX Gutachten untersucht werden. Denn nur durch die klare Verortung der jeweiligen Teilaspekte im übergreifenden Themenkomplex UUX lassen sich Synergieeffekte in den verschiedenen Behörden optimal nutzen.

Neben der eigentlichen Gestaltung der Ansichten der Fachanwendungen gehört zum Themenkomplex Seitenlayout auch die Priorisierung von Informationen. Insbesondere die Formulare der Fachanwendungen von Bundesbehörden, Landesbehörden und kommunalen Behörden haben häufig eine hohe Komplexität. Die Priorisierung und Strukturierung von Informationen, beispielsweise anhand des Pareto-Prinzips ist ein wichtiger Schritt bei der Erstellung von adäquaten Seitenlayouts. Aufgabenangemessenheit steht in der Praxis in engem Zusammenhang zu einem effektiv, effizient und zufriedenstellend bedienbaren Seitenlayout.

Die Fachanwendungen der Behörden haben häufig eine sehr hohe Komplexität; die Priorisierung und Strukturierung der Informationen ist daher essentiell für eine gute UUX.

Prof. Dr. Simon Nestler
Inhaber

Ihr erster Schritt

Zu besserem Seitenlayout

Person im Gespräch

Kostenlose Beratung

Vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses, telefonisches Beratungsgespräch. In diesem Gespräch identifizieren wir gemeinsam den passenden ersten Schritt, um in Ihrer Behörde das Seitenlayout Ihrer Fachanwendungen zu verbessern.

Termin vereinbaren

Alternativ erreichen mich für die Terminvereinbarung auch per Email oder telefonisch.

Folgendes könnte Sie auch interessieren

Im Gegensatz zu Usability Tests verzichten inspektionsbasierte Verfahren wie die Heuristische Evaluation und der Cognitive Walkthrough auf die Involvierung von Benutzer*innen. Finden Sie heraus, warum eine Heuristische Evaluation eine fundierte Bewertung des Seitenlayouts ermöglicht.

mehr erfahren

Unter Expert*innen für das Themenfeld UUX ist die Durchführung eines Usability Tests der Königsweg. Lernen Sie, welchen Einfluss eine wissenschaftlich fundierte Auswertung in der Praxis auf die Aussagekraft dieser Methode in Hinblick auf das Seitenlayout hat.

mehr erfahren

Aufgrund der hohen Komplexität im Themenfeld UUX gibt es in Bezug auf das Seitenlayout nur wenige allgemeine und generalisierbare Regeln und Leitlinien. Erfahren Sie, wie Sie in Fokusgruppen gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen die UUX analysieren können.

mehr erfahren